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26 Tage vor
By EG 0,0 Marc VDS

Lowes: "Genieße die Zeit mit meiner Familie"

Gartengolf, Rehabilitation, Kreativität in der Küche und wertvolle Zeit mit der Familie - was macht der Brite während der Ausgangssperre?

Während der Ausbruch und die Verbreitung des Coronavirus anhält, haben wir beim EG 0,0 Marc VDS Fahrer Sam Lowes nachgehakt, wie er diese außergewöhnliche Zeit erlebt. Der Brite erholt sich weiterhin von seiner Schulterverletzung und genießt gleichzeitig die wertvolle Zeit mit seiner Familie und will sich in naher Zukunft einer neuen Herausforderung stellen...die Küche!

Wie geht es dir und wie lebst du in dieser aktuellen Situation?

"Die Situation, die wir auf globaler Ebene durchmachen, ist sehr kompliziert. Wir müssen uns dessen bewusst sein, denen zuhören, die davon Ahnung haben, und uns zusammenschließen, um diese schwierigen Zeiten zu überwinden, in denen wir uns befinden. Ich verbringe diese Wochen der Isolation zu Hause in England mit meiner Verlobten und meiner Tochter. Zum Glück geht es uns gut und wir versuchen, das Beste aus dieser gemeinsamen Zeit zu machen."

Wie ist dein Alltag?

"Ich stehe früh auf, weil meine Schulter mich überhaupt nicht viel schlafen lässt. Meine Tochter (Kathryn) wacht auch zeitig auf, also spielen wir sofort und frühstücken. Dann mache ich normalerweise Dehnungs- und Erholungsübungen für meine Schulter. In England können wir einmal am Tag laufen gehen und ich nutze diese Gelegenheit natürlich. Tagsüber essen wir und entspannen uns ein bisschen, indem wir fernsehen. Nachmittags spiele ich mit Kathryn im Garten, wo ich mich auch an etwas Golf versuche! Um den Tag zu beenden, mache ich noch ein paar Übungen, besonders um mich von meiner Schulterverletzung bestmöglich zu erholen, dann essen wir zu Abend und gehen ins Bett!"

Was ist das Beste und das Schlimmste in dieser aktuellen Situation?

"Das Beste ist, dass ich mit meiner Verlobten und meiner Tochter zusammen bin und wir so viel Zeit und Ruhe miteinander genießen können. Außerdem bekomme ich wertvolle zusätzliche Trainingszeit. Das Schlimmste, abgesehen von der Tatsache, dass ich Rennen fahren will und den Grand Prix als solches vermisse, geht es in dieser Krise um die Gesundheit der Menschen, und wir wissen nicht, wie oder wann sich die Lage entspannt. Menschen leiden zu sehen und sich um die Gesundheit seiner Lieben zu sorgen, mit all der Unsicherheit, ist sehr schwer."

Hast Du in diesen Tagen zu Hause neue Fähigkeiten an dir entdeckt?

"Die Wahrheit ist, dass ich mich viel mit der Hausarbeit beschäftige und den Morgenkaffee meiner Verlobten zubereiten kann wie kein Anderer. Ich habe es noch nicht gewagt, viel in die Küche zu gehen, aber es wird die nächste Herausforderung sein, der ich mich stelle!"

Was kannst Du uns empfehlen...

Ein Buch: "Ego ist der Feind", Ryan Holiday
Eine Serie: 'Suits' - meine Lieblingsserie
Ein Film: "Top Gun"
Aktivität in langweiligen Momenten: Dehnen

Wie geht es deiner Schulter?

"Es ist nicht perfekt, aber es wird besser. Jeden Tag fühle ich mich stärker und ich werde mobiler. Es stört mich nachts immer noch und es fällt mir schwer, gut zu schlafen, aber die Verbesserung ist großartig und spürbar. Ich brauchte etwas mehr Zeit um mich von der Velretzung zu erholen. Natürlich ist die Situation aus der diese zusätzliche Zeit entsteht nicht, wie ich mir das vorgestellt habe, aber ich nutze die Chance und optimiere meine Beweglichkeit es so weit wie möglich, um wieder zu 100% fit zu werden."

Wie bleibst Du in Quarantäne in Form?

"Ich trainiere täglich. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf Cardio indem ich Laufen gehe und mache zu Hause allgemeine Muskelaufbauübungen und Schulterrehabilitation."

Wie schwierig ist es, konzentriert zu bleiben und zu trainieren, ohne zu wissen, wann es weitergeht?

"Es ist nicht einfach, eine optimale körperliche Vorbereitung zu planen, ohne zu wissen, wann wir zu 100% vorbereitet und körperlich fit sein müssen. Ich versuche positiv und in Form zu bleiben, und wenn weitere Details bekannt sind, werden wir uns gezielter vorbereiten." Ich bin motiviert, positiv gestimmt und konzentriert auf die Dinge, die ich kontrollieren kann. Das Wichtigste ist, dass wir gemeinsam das Virus besiegen und die Pandemie überwinden, um wieder etwas Normalität zurückzuerlangen. Sobald wir das tun, können wir uns auf unsere Leidenschaft konzentrieren und wieder Rennen fahren."

Der Jahresbeginn war für dich doppelt seltsam, da Du aufgrund der Verletzung überhaupt nicht fahren konntest...

"Die Wahrheit ist, dass sowohl in der Vorsaison als auch beim Saisonauftakt alles seltsam war. Die Verletzung hat alle Pläne verändert. Ich habe sehr hart gearbeitet, um in Qatar wieder auf das Motorrad zu kommen, und ich bin teilweise glücklich, weil ich es geschafft habe am Freitag mit konstantem Fortschritt mehr als 20 Runden zu fahren. Ich war begeistert von den Fortschritten, aber die Schmerzen in meiner Schulter ließ mich erkennen, dass es sich nicht lohnt, die Verletzung im Falle eines Sturzes zu verschlimmern. Ich werde nicht leugnen, dass ich wütend war und es mich angekotzt hat, das erste Rennen aus der Box schauen zu müssen, aber perspektivisch betrachtet haben wir die beste Entscheidung getroffen."

Und wie siehst Du die Moto2™ Saison nach dem ersten Grand Prix?

"In diesem Jahr wird die Kategorie enger als je zuvor sein. Es gibt viele Fahrer, die gezeigt haben, dass sie in den Tests und beim ersten Grand Prix sehr schnell fahren können. Eine Liste der Favoriten zu erstellen ist derzeit fast unmöglich. Ich bin überzeugt, dass es eine aufregende Saison mit vielen Überraschungen und einer großen Gruppe von Fahrern wird, die um die Spitzenpositionen kämpfen können. Ich freue mich darauf, die Saison wieder in Gang zu bringen und eine solide Basis für die Zukunft aufzubauen."

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