Leopard-Racing-Fahrer Adrian Fernandez für die ersten sechs Grand Prix 2026 disqualifiziert

Nach einem technischen Verstoß und den daraus resultierenden Strafen fällt die #31 vom dritten Gesamtrang zurück.

Zwei Motoren, die der Leopard-Racing-Fahrer Adrian Fernandez im Jahr 2026 eingesetzt hat, wurden laut den Feststellungen des Technischen Direktors und den offiziellen Berichten des Motorenherstellers ohne Genehmigung geöffnet. Daraufhin haben die FIM-MotoGP-Kommissare Fernandez von den ersten sechs Grand Prix der Saison disqualifiziert – also genau den Rennen, bei denen die Motoren zum Einsatz kamen.

Den Sanktionsunterlagen zufolge forderte der Motorenhersteller nach dem GP von Frankreich – wie üblich – an, die Plomben von der ersten Motorengruppe seiner Fahrer zu entfernen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatte. Dabei wurde festgestellt, dass die Plomben an einem der Motoren von Fernandez nicht dem Standard entsprachen.

Nach weiteren Überprüfungen und auf Grundlage der Feststellungen des Technischen Direktors bezüglich der Plomben sowie des offiziellen Berichts des Motorenherstellers wurde festgestellt, dass dieser Motor ohne Genehmigung geöffnet worden war.

Der technische Verstoß bedeutet, dass der Motor gemäß Art. 2.6.3.3.13(c) als neu in der Fahrerzuteilung gezählt werden muss: "Ein Motor mit beschädigten, manipulierten oder fehlenden Sicherheitssiegeln gilt als manipuliert und muss in der Fahrerzuteilung als neuer Motor behandelt werden."

Zudem haben die FIM-MotoGP-Rennkommissare Strafen verhängt. Sie stellten fest, dass dies gegen Artikel 2.6.3.3 des FIM-Grand-Prix-Weltmeisterschaftsreglements, Moto3™-Klasse "Motorbeständigkeit", sowie gegen Artikel 3.3.2.2 verstößt (jede korrupte oder betrügerische Handlung oder jede Handlung, die den Interessen der Veranstaltungen oder des Sports schadet und von einer Person oder einer Gruppe von Personen während einer Veranstaltung begangen wird).

Die Strafe der Rennkommissare dafür ist die Disqualifikation von den Grand Prix in Thailand, Brasilien, den USA und Spanien – also den Veranstaltungen, bei denen dieser Motor eingesetzt wurde.

Nach Abschluss des Rennwochenendes in Mugello wurden dann einige Motoren vom Leopard Racing Team zur Abgabe aufgefordert, damit sie untersucht werden konnten, um festzustellen, ob sie den Vorschriften entsprachen.

Nach der Demontage wurden die Motoren vom Motorenhersteller inspiziert, um den Zustand der Plomben zum Zeitpunkt der Übergabe durch das Team zu bestätigen. Dabei wurde festgestellt, dass sowohl die Plombendrähte als auch die Plombenaufkleber an einem Motor Anzeichen von Manipulation aufwiesen.

Der Motor wurde unter Aufsicht der Technischen Kontrolle zum nächsten Rennen transportiert und dort vom Motorenhersteller unter Aufsicht des Technischen Direktors zur Inspektion geöffnet. Dabei stellte der Motorenhersteller verschiedene Unregelmäßigkeiten fest, die darauf hindeuten, dass dieser Motor nachjustiert und somit geöffnet worden war.

Aufgrund der Feststellungen des Technischen Direktors und des offiziellen Berichts des Motorenherstellers wurde daher festgestellt, dass auch dieser zweite Motor ohne Genehmigung geöffnet worden war.

Auch dieser Motor gilt aufgrund des technischen Verstoßes als neuer Motor in der Fahrerzuweisung. Und auch hier haben die Rennkommissare eine Strafe verhängt – die Disqualifikation vom GP von Frankreich und vom GP von Katalonien, bei denen dieser zweite Motor eingesetzt wurde.

Damit bleiben dem #31 nur noch die 13 Punkte vom GP von Italien in Mugello, wodurch er vom dritten Platz in der Gesamtwertung ans untere Ende der Top 20 rutscht.

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