Die MotoGP ist zum ersten Mal seit 22 Jahren wieder nach Brasilien zurückgekehrt, und die Fans in Goiânia haben die Teams herzlich empfangen. Das Wetter war allerdings nicht ganz so mitgespielt. Frühzeitiger Regen führte zu Verzögerungen im Rennprogramm, doch sobald es losging, verlief der Freitag reibungslos.
Trotzdem stellt das unvorhersehbare Wetter die MotoGP-Teams vor Herausforderungen, die vor dem Bildschirm nicht immer sichtbar sind.
Paolo Bonora, Teammanager bei Aprilia Racing, sprach während des FP1 mit Pitlane-Reporter Jack Appleyard darüber, wie die Bedingungen die Vorbereitungen erschwert haben – besonders auf einer neuen Rennstrecke: "Diese Wetterbedingungen sind nicht gerade hilfreich, wenn man an einer neuen Rennstrecke ankommt; wir haben das Streckenlayout in den vergangenen Monaten simuliert. Die schwierigste Situation ist es, an einem neuen Layout anzukommen, ohne die Möglichkeit zu haben, viele Kilometer zu fahren."
"Wir haben ein Übersetzungsverhältnis simuliert, das hat oberste Priorität, dann müssen die elektronischen Einstellungen festgelegt werden – das sind die beiden Prioritäten. Danach muss an den Einstellungen gearbeitet werden. Das hilft zwar nicht, aber es ist für alle gleich. Wir vertrauen voll und ganz darauf, dass unsere Techniker alles in kürzester Zeit verstehen."
Da das Wetter wahrscheinlich das ganze Wochenende über eine Rolle spielen wird, müssen die Teams wechselnde Bedingungen in ihre Pläne für das Qualifying, den Tissot Sprint und den Grand Prix am Sonntag einbeziehen. Das Wochenende hat mit nassen Bedingungen begonnen, aber angesichts des tropischen brasilianischen Klimas könnte es im Laufe des Wochenendes auch zu einem Wechsel von trockenen zu nassen Bedingungen kommen; etwas, auf das HRC-Teammanager Santi Hernandez im Video unten näher eingeht!