Marc Márquez holt sich die Pole am Sachsenring, Bezzecchi stürzt

Der "SachsenKing" schlägt Alex Márquez und sichert sich eine weitere Poleposition in Deutschland; Di Giannantonio sichert sich einen Platz in der ersten Startreihe, während Aprilia Racing ein hartes Q2 durchstehen muss...

Marc Márquez (Ducati Lenovo Team). Poleposition. Sachsenring. Das kommt dir doch bekannt vor, oder? Der "King of the Ring" hat es im Qualifying wieder geschafft – und obendrein noch einen neuen Rundenrekord aufgestellt –, aber es war knapp. Der Weltmeister lag mit 1:19,041 nur 0,061 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Alex Márquez (BK8 Gresini Racing MotoGP), während Fabio Di Giannantonio (Pertamina Enduro VR46 Racing Team) weniger als eineinhalb Zehntel zurücklag und damit eine reine Ducati-Reihe vervollständigte – während Aprilia Racing ein hartes 15-minütiges Qualifying durchstehen musste.

Weltmeisterschaftsführender Jorge Martin qualifizierte sich als Neunter, und sein Aprilia-Racing-Teamkollege Marco Bezzechi hatte eine noch härtere Session. Die Nummer 72 stürzte in Kurve 7 und es wurde später bestätigt, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hatte. Er wird so schnell wie möglich zur Operation nach Italien zurückkehren und den Rest des Wochenendes verpassen, wodurch er seinen Platz auf P8 verliert.

Q1: Zwei Weltmeister ziehen ins Q2 ein

Der große Star in Q1 war Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team), und es war der Italiener, der mit einer Zeit von 1:19,954 sofort auf P1 kletterte, während Joan Mir (Honda HRC Castrol) nach dem ersten Stint auf P2 lag, nur 0,034 Sekunden hinter seinem MotoGP-Weltmeisterkollegen.

Bei seinem ersten Angriff auf einem frischen weichen Michelin-Hinterreifen fuhr Bagnaia eine 1:19,753 und baute seinen Vorsprung auf 0,235 Sekunden vor Mir aus, der daraufhin von Fabio Quartarararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) aus den Top 2 verdrängt wurde. Der Franzose fuhr eine 1:19,864 – eine Zeit für Platz 2, die in der Schlussphase von Q1 ungeschlagen blieb. Mir und sein Teamkollege Luca Marini konnten nicht kontern, sodass Pecco und Quartararo souverän in das Q2 einzogen.

Q2: Ducati baut Druck auf, während Bezzecchi stürzt

Und so lautete die drängende Frage vor dem Kampf um die Poleposition: Kann irgendjemand Marc Márquez daran hindern, sich am Sachsenring die Pole zu sichern? Der Hauptkonkurrent war vielleicht Di Giannantonio, und es war der Italiener, der dank einer 1:19,512 mit 0,055 Sekunden Vorsprung auf P1 schoss, während Marc Márquez auf P2 lag.

Dann gab es noch mehr Drama für Bezzecchi, als ihm das Heck wegrutschte und der Italiener in den Kies stürzte. Die gute Nachricht war, dass Bezzecchi schnell wieder auf den Beinen war und auf einen Roller steigen konnte, doch später wurde bestätigt, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hatte.

An anderer Stelle hatte sich Fernández mit einem Vorsprung von 0,168 Sekunden vor Alex Márquez die vorläufige Poleposition gesichert. Die Bestzeit für den Rest lag bei 1:19,262, und sieben Minuten vor Schluss kam Marc Márquez nah heran – aber es reichte nicht ganz. Der amtierende Weltmeister – der eine Zwei-Stopp-Strategie verfolgte – kämpfte sich auf Platz 2 vor, 0,089 Sekunden hinter Fernández’ Tempo.

Dann, fünf Minuten vor Schluss, war Di Giannantonio an der Reihe, sich auf Platz 1 zu setzen. Eine 1:19,188 war die Zeit des Italieners, und dreieinhalb Minuten vor Schluss, als Ai Ogura (SuperFile Trackhouse MotoGP Team) auf Platz 3 sprang, fand sich Marc Márquez auf Platz 4 wieder und verpasste damit die erste Startreihe.

Doch die Nummer 93 war auf der Jagd. Auf drei rote Zwischenzeiten folgte ein souveräner Sektor 4, wodurch der "König des Sachsenrings" die vorläufige Pole eroberte – eine 1:19,041, die gleichzeitig einen neuen Rundenrekord darstellte. Alex Márquez sorgte dann für einen Doppelsieg der Brüder, und Quartararo fuhr eine großartige Runde, um sich in die zweite Startreihe vorzuarbeiten. Das bedeutete, dass Weltmeisterschaftsführender Martin weniger als eine Minute vor Schluss auf Platz 9 lag, einen Platz hinter seinem Teamkollegen Bezzecchi auf Platz 8. Und das war’s dann für Martin. Ein letzter Zeitangriff stand für die Nummer 89 nicht mehr an, was eine enttäuschende Session für das Werksteam aus Noale bedeutete.

Für Marc und Alex Márquez war es allerdings nicht so enttäuschend. Hatte es jemals wirklich Zweifel gegeben? Wahrscheinlich nicht. Marc Márquez startet von der Poleposition neben Alex Márquez und Di Giannantonio, während sich Fernández und Ogura mit den Startplätzen 4 und 5 begnügen müssen. Aprilia hat noch Arbeit vor sich; Ducati legt in Deutschland einen Gang zu.

Quartararo zeigte wie immer seine Klasse über eine Runde und sicherte sich mit der Yamaha Platz 6, vor Franco Morbidelli (Pertamina Enduro VR46 Racing Team) auf Platz 7, der nach seiner Startplatzstrafe von drei Plätzen für den Grand Prix auf Platz 10 zurückfällt.

Da Bezzecchi ausfällt, folgt nun Martin, während Pedro Acosta (Red Bull KTM Factory Racing) auf Platz 9 nachrückt. Pecco, der sich über Q1 qualifiziert hatte, wird mit Startplatz 11 für den Sprint und Platz 10 für den GP unzufrieden sein, während Jack Miller (Prima Pramac Yamaha MotoGP) als Zwölfter die Q2-Teilnehmer komplettierte.

DEMNÄCHST: Sachsenring-Sprint

Das ist doch eine tolle Ausgangslage für den Tissot Sprint, oder? Ducati und Marc Márquez haben in Deutschland bisher die Oberhand, und am Sachsenring bahnt sich ein intensiver Kampf an... Lasst euch das nicht entgehen.

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