Die Moto3 liefert immer wieder spannende Rennen, und der Sonntagmorgen am Sachsenring war da keine Ausnahme: Brian Uriarte (Red Bull KTM Ajo) nutzte seine Poleposition und holte sich seinen zweiten Sieg im Jahr 2026. Ein Fehler von Maximo Quiles (CFMOTO Gaviota Aspar Team) kurz vor Schluss bedeutete, dass sich der Spanier mit Platz 2 begnügen musste, wodurch er aber seinen Vorsprung in der Meisterschaft ausbaute. Für Matteo Bertelle (LEVELUP-MTA) war es der zweite Podiumsplatz im Jahr 2026, er belegte den dritten Platz.
Uriarte legte von der Pole aus einen fantastischen Start hin und sicherte sich den Holeshot vor Hakim Danish (AEON Credit – MT Helmets – MSI), bevor Marco Morelli (CFMOTO Gaviota Aspar Team) in Kurve 7 auf der Innenseite vorbeizog. In Kurve 1 kam es zu großem Drama: Zu Beginn der zweiten Runde stürzten Valentin Perrone (Red Bull KTM Tech3) und Marcos Uriarte (LIQUI MOLY Dynavolt Intact GP), während Nicola Carraro und Joel Kelso ins Kiesbett rutschten. Uriarte und Carraro konnten wieder ins Rennen zurückkehren, doch für Perrone war der Grand Prix vorbei.
Nach fünf Runden hatte sich an der Spitze eine fünfköpfige Ausreißergruppe gebildet, angeführt von Uriarte mit deutlichem Vorsprung vor Quiles und Carpe. Rico Salmela (Red Bull KTM Tech3) lieferte auf Platz vier einen grandiosen Grand Prix ab, während Morelli auf Platz 5 zurückfiel. Weiter hinten stürzte Casey O’Gorman (SIC58 Squadra Corse) in Kurve 3, während eine Runde später Scott Ogden (CIP GreenPower) ihm folgte; beide konnten das Rennen fortsetzen.
Im Kampf um Platz 7 kam es zu einem schweren Sturz, als Adrian Cruces (CIP GreenPower) einen Highsider hatte, wodurch Joel Esteban (LEVELUP-MTA) keinen Ausweichweg mehr hatte; beide stürzten ins Kiesbett, blieben aber glücklicherweise unverletzt. An der Spitze hatte sich nun eine Lücke zwischen Uriarte und Quiles auf den Plätzen eins und zwei sowie Salmela, Carpe und Morelli dahinter gebildet. In Runde 12 geriet Carpe in Kurve 7 massiv ins Schleudern, konnte das Motorrad aber irgendwie aufrecht halten – fiel damit jedoch aus dem Kampf um die Podiumsplätze auf Platz 11 zurück. Drei Runden später war Teamkollege Uriarte an der Reihe, einen Fehler zu machen: Er fuhr in Kurve 2 zu weit nach außen, wodurch Quiles die Führung übernahm – allerdings nur für ein paar Kurven, denn der Meisterschaftsführende ließ ihn in Kurve 5 wieder vorbei.
Während die beiden an der Spitze kämpften, hatte Bertelle großartige Arbeit geleistet, um Morelli und Salmela einzuholen, und schob sich in Runde 18 auf Platz 4 vor. Noch vier Runden zu fahren, und Quiles schlug zu und übernahm die Führung, doch Uriarte klebte ihm dicht am Hinterrad. Beide fuhren am Limit – ein echtes Moto3-Duell stand bevor.
In Kurve 3 der letzten Runde hatte Quiles einen Moment lang Probleme mit dem Vorderrad, was Uriarte die Chance gab, vorbeizuziehen; alles spitzte sich im letzten Sektor zu. Beide waren am Limit, aber Quiles schaffte es einfach nicht, vorbeizukommen. Uriarte wehrte den Angriff des Meisterschaftsführers ab, holte sich den zweiten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und kletterte in der Gesamtwertung auf Platz 2. Hinter den beiden Spitzenreitern nutzte Bertelle auf der Zielgeraden den Windschatten von Morelli und sicherte sich damit sein zweites Podium der Saison, während Salmela Fünfter wurde – sein bestes Ergebnis in seiner Rookie-Saison. Adrian Fernandez (Leopard Racing) sicherte sich als bester Honda-Fahrer den sechsten Platz vor Jesus Rios (Rivacold Snipers Team), Veda Pratama (Honda Team Asia), Ryusei Yamanaka (AEON Credit – MT Helmets – MSI), der damit zum ersten Mal im Jahr 2026 unter die Top Ten kam, und Eddie O’Shea (GRYD Racing).
Mit 104 Punkten Vorsprung vor der Sommerpause kann sich Quiles nun ein wenig entspannen, bevor es vom 7. bis 9. August in Silverstone wieder auf die Strecke geht. Kann jemand den Meisterschaftsführenden in der zweiten Saisonhälfte einholen oder wird er seine Dominanz fortsetzen? Kommt mit nach Großbritannien und findet es heraus!
Die Moto3-Grand-Prix-Ergebnisse vom Sachsenring!