Die MotoGP ist im Vorfeld des Grand Prix von Großbritannien in die Londoner Innenstadt eingezogen, und im Rahmen dieser Veranstaltung wurde die britische Rennlegende Barry Sheene offiziell in die MotoGP Hall of Fame aufgenommen.
Sheene gewann 1976 und 1977 zwei MotoGP-Meisterschaften in Folge und schrieb sich damit nicht nur als britische, sondern als weltweite Sportlegende in die Geschichtsbücher ein. Über den Sport hinaus ging sein Erfolg auf der Rennstrecke Hand in Hand mit seinem Erfolg abseits der Strecke als große Sportpersönlichkeit auf der ganzen Welt.
Sheene stand 1971 bei seinem ersten 125-ccm-Rennen auf dem Podium – ebenso wie bei seinem MotoGP-Debüt 1974. Seinen ersten MotoGP-Sieg feierte er 1975 bei der Dutch TT; dies war der erste von insgesamt 19 Siegen und 40 Podiumsplätzen in der Königsklasse über neun volle Saisons hinweg.
Sheene begeisterte seine riesige Fangemeinde Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre mit unvergesslichen Rennen gegen Kenny Roberts. Auch 1982 war er mit fünf Podiumsplätzen aus sieben Rennen im Rennen um seinen dritten MotoGP-Titel, bis ihn ein Sturz im Training auf heimischem Boden in Silverstone außer Gefecht setzte. Trotzdem fuhr er nach diesem Sturz noch zwei weitere Saisons weiter und holte sich 1984 bei nasser Strecke in Kyalami mit einem brillanten dritten Platz sein letztes Podium – eine Leistung, die er selbst als eine seiner besten bezeichnete.
Der Weltmeister von 1976 und 1977 wurde bereits zur MotoGP-Legende ernannt und erhält nun zusätzlich die Auszeichnung als Mitglied der MotoGP Hall of Fame. Das neue Konzept wurde 2025 ins Leben gerufen und bietet eine zusätzliche Ehrung für jene Fahrer, die MotoGP-Weltmeistertitel und/oder 25 oder mehr MotoGP-Siege vorweisen können.
Sheene ist leider 2003 verstorben, daher nahm sein Sohn Freddie an der Veranstaltung in London teil, um die Hall-of-Fame-Medaille von MotoGP-Group-CEO Carmelo Ezpeleta entgegenzunehmen – eine Würdigung einer Legende, eines Hall-of-Fame-Mitglieds und einer wahren Ikone der MotoGP.