Marc Márquez ist der jüngste sechsfache Weltmeister in der Geschichte der MotoGP™, nachdem er 2017 seinen vierten MotoGP™-Titel gefeiert hat. 2008 war er in seiner Rookie-Saison in der 125ccm-Weltmeisterschaft schon auf das Podest gefahren, 2010 wurde er dort Weltmeister. Dann erfolgte 2011 auch schon der Aufstieg in die Moto2™. Nach einem schwierigen Saisonstart konnte Márquez dann mit einer Siegesserie zu WM-Leader Stefan Bradl aufschließen. Im Training zum Malaysia-GP stürzte er und verletzte sich, sodass er die letzten beiden Rennen des Jahres auslassen musste. Nach Sichtproblemen wurde er operiert und verpasste weite Streckenzeit der Saisonvorbereitung 2012 - und trotzdem wurde er in Australien vorzeitig Weltmeister.
2013 ersetzte er im Repsol Honda Team Casey Stoner und gewann gleich sein zweites MotoGP™ Rennen - und wurde als Rookie Weltmeister. 2014 startete er mit 10 Siegen in Folge in die Saison und wurde schließlich in Motegi erneut vorzeitig Weltmeister. 2015 machte der Spanier einige Fehler und sammelte zudem viele Nuller, sodass er am Ende hinter Jorge Lorenzo und Valentino Rossi gewertet wurde. 2016 stand für Márquez einiges auf dem Spiel und er hatte aus seinen Fehlern gelernt: Mit konstanten Leistungen sammelte er einen weiteren Weltmeistertitel. Als amtierender Champion kämpfte er 2017 bis zum Finale in Valencia mit Andrea Dovizioso um den Titel. Márquez stürzte in jenem Rennen fast, konnte den Rutscher aber abfangen, fuhr als Dritter noch auf das Podest und wurde zum sechsten Mal Weltmeister, zum vierten Mal in der MotoGP. 2018 ging er erneut als amtierender Weltmeister in die Saison und gewann unaufhörlich Rennen. Auch wenn Andrea Dovizioso alles daran setzte, ihn aufzuhalten, krönte sich Marquez erneut in Japan zum jüngsten siebenfachen Weltmeister aller Zeiten. 2019 sollte es dem Fahrer mit der Nummer 93 nicht ganz so leicht gemacht werden. Zahlreiche Rivalen kämpften in glanzvollen Rennen gegen das Ausnahmetalent aus Spanien. Dovizioso, Alex Rins, Fabio Quartararo und einige weitere fochten eine Reihe harter Schlachten gegen den WM-Spitzenreiter von 2019. Bis auf einen DNF auf dem Circuit of the Americas, reihte sich der Repsol Honda-Fahrer stets auf dem Podium ein. Diese unglaubliche Konstanz verhalf ihm, sich gerade mal beim 15.
Renenn der Saison 2019 in Thailand den magischen achten WM-Titel zu sichern. Alle Hoffnungen auf ein weiteres Rekordjahr wurden 2020 jedoch auf Eis gelegt, als sich Marquez beim Saisonauftakt in Jerez eine Verletzung am rechten Oberarmknochen zuzog, die ihn schließlich für die Saison ausschloss. Glücklicherweise konnte Marquez bei der 3. Runde in Portimao 2021 wieder an den Start gehen. Langsam aber sicher gewann die Nummer 93 an Geschwindigkeit und Fitness zurück, und auf dem Sachsenring stand er wieder ganz oben auf dem Treppchen. Einem zweiten Platz in Aragon folgten Siege in Austin und Misano, was darauf hindeutete, dass Marquez wieder zu einer echten Form zurückfand. Ein Trainingsunfall verursachte jedoch die Rückkehr der Diplopie (Doppeltsehen), unter der er 2011 gelitten hatte. Marquez verpasste die letzten beiden Runden der Saison und das Problem trat Anfang 2022 erneut auf, als er in Indonesien einen der schwersten Stürze in der Geschichte der Königsklasse erlitt. In Austin kehrte er zurück, doch einige Monate später, nach dem GP von Italien, musste er sich erneut einer vierten, seine Karriere rettenden Operation am rechten Oberarmknochen unterziehen. In den letzten sechs Rennen kehrte Marquez zurück und holte beim Großen Preis von Japan seine erste Pole Position seit drei Jahren. Zwei Wochen später holte er in Australien seinen 100.
Das Jahr 2023 begann mit einer Pole und P3 im Sprint in Portimao, aber ein Sturz am Sonntag, in den Oliveira verwickelt war, führte dazu, dass die #93 drei Rennen verpasste. Den einzigen Podiumsplatz am Sonntag holte Marquez beim GP von Japan im Regen, aber beim darauffolgenden GP gab er bekannt, dass er Honda am Ende der Saison verlassen wird. Sein neues Ziel für 2024? Gresini Ducati. Es erwartete ihn eine tolle Aussicht auf die neue Saison und in den ersten drei Rennen standen zwei Sprint-Podestplätze auf dem Programm. In Jerez holte sich Marquez nach einem atemberaubenden Kampf mit Bagnaia seinen ersten Sonntagspodiumplatz mit Ducati. Vor dem Sommer folgten drei weitere Podiumsplätze, bevor Marquez an einem Wochenende mit zwei Siegen in Aragon zum ersten Mal seit 1043 Tagen wieder auf die oberste Stufe des Podiums stieg. Mit zwei weiteren Siegen in San Marino und Australien beendete die Nummer 93 die Saison auf Platz 3 der Gesamtwertung, während der achtfache Champion nun auf der Jagd nach Titel Nummer neun ist und 2025 an der Seite von Pecco das berühmte Werksrot von Ducati trägt.